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1989 hat Tim Berners-Lee das World Wide Web erfunden (hier ist der Originalvorschlag dazu). Er hat den Ausdruck "World Wide Web" geprägt, den ersten World-Wide-Web-Server namens "httpd" und im Oktober 1990 das erste Client-Programm "World Wide Web" (einen Browser und Editor) geschrieben. Er hat auch die erste Version der "HypterText Markup Language" (HTML) geschrieben, der http://www.w3c.de/about/membership.htmlDokumentenformatierungsprache mit der Möglichkeit, Hypertext-Links zu benutzen, die zum vorherrschenden Veröffentlichungsformat für das Web wurde. Mit der zunehmenden Verbreitung des Web wurden seine ursprünglichen Spezifikationen für URIs, HTTP und HTML in größeren Zirkeln diskutiert und verbessert.

Some of the individuals involved in the creation of the Web and of W3C recount key events at the Tenth Anniversary Celebration of W3C

Der W3C10-Ausschuss resümiert wichtige frühe Web- und W3C-Ereignisse

Als Absolvent der Oxford-Universität in England hat Tim Berners-Lee von Beginn an Direktor des World Wide Web Consortium (W3C). Weitere Informationen zu Tim Berners-Lee finden Sie hier; siehe auch Tim Berners-Lee's FAQ.

Im Oktober 1994 hat Tim Berners-Lee am Massachusetts Institute of Technology, Laboratory for Computer Science [MIT/LCS] in Zusammenarbeit mit dem CERN - wo das Web entstanden ist (siehe Informationen zum originalen CERN Server) - und Unterstützung von DARPA und der Europäischen Kommission das World Wide Web Consortium (W3C) gegründet. Für weitere Informationen zu der gemeinsamen Initiative und den Beiträgen von CERN, INRIA und MIT lesen Sie bitte den Bericht über die gemeinsame World Wide Web-Intiative.

Im April 1995 wurde INRIA (Institut National de Recherche en Informatique et Automatique) die erste europäische W3C-Hostorganisation, gefolgt von der Keio University in Japan (Shonan Fujisawa Campus) in Asien 1996. In 2003 übernahm ERCIM (European Research Consortium in Informatics and Mathematics) die Rolle des europäischen W3C-Hosts von INRIA. W3C strebt ausserdem über seine Offices weltweit ein internationales Publikum an.

W3C time line
W3C10 Zeitstrahlgrafik
(andere Formate und Beschreibung)

Im Dezember 2004 hat W3C sein zehnjähiges Bestehen mit einem Symposium in Boston, Massachusetts (USA) über die Geschichte und Zukunft des Web und von W3C gefeiert.

Mehr historische (jedoch nicht systematische gepflegte) Informationen über das World Wide Web sind von der W3C Website (in Englisch) verfügbar..

Die größten W3C-Erfolge

Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Erfolge des W3C. Natürlich ist diese Art von Liste subjektiv und repräsentiert nicht jeden Aspekt der Arbeit von W3C. Einen vollständigen Überblick über diese Arbeit bietet die Liste der W3C-Aktivitäten und der Index der Technical Reports von W3C.

Oktober 1996Die erste veröffentlichte W3C Recommendation ist Portable Network Graphics (PNG) 1.0. Mitt der 90er Jahre entdeckten zunehmend mehr wirtschaftliche und akademische Nutzer das Web und seine graphischen Möglichkeiten. W3C hat Portable Network Graphics (PNG) entwickelt, um eine plattformübergreifende Alternative zu verbreiteten Grafikformaten dieser Zeit zu bieten, von denen einige offene patent- und lizenzrechtliche Fragen aufgeworfen hatten.

Dezember 1996Trennung von Inhalt und Struktur, CSS Layer 1 wird veröffentlicht. Cascading Style Sheets (CSS) sind ein einfacher Mechanismus, um Webdokumenten Stile (z.B. Fonts, Farben, Abstände) hinzuzufügen. CSS Layer 2 (1998) beinhaltete weitere und ausgefeiltere Funktionen und das heutige CSS Layer 3 beinhaltet mehrere Module wie z.B. Sprachmodule für die Wiedergabe von Text als gesprochenes Wort.

Februar 1997Web Accessibility Initiative gestartet. Die W3C Web Accessibility Initiative (WAI) Richtlinien für Webinhalte, Benutzersoftware und Autorenwerkzeuge werden sehr populär in der Web-Community. WAI, in Koordination mit Organisationen rund um die Welt, strebt Zugänglichkeit des Webs durch vier wichtige Arbeitsbereiche an: Technologie, Werkzeuge, Ausbildung und Verbreitung, und Forschung und Entwicklung.

Dezember 1997HTML 4.0 erweitert Webveröffentlichungen um Tabellen, Skripte, Style Sheets, Internationalisierung und Zugänglichkeitsfunktionen. Während HTML 3.2 veröffentlicht worden war, um den Stand der Unterstützung für HTML im Web einzufangen, brachte HTML 4.0 neue Funktionen, die Autoren ermöglichten, wesentlich reichhaltigere Webinhalte zu erstellen. Diese Funktionen beinhalteten die Möglichkeit, Style Sheets zu benutzen, Tabellen anzulegen und Seiten durch Skripting dynamischer zu gestalten (siehe hierzu auch die Arbeiten des W3C zum Document Object Model, oder DOM). HTML 4.0 enthielt ausserdem wichtige Funktionen, um mehr internationalisierten und behindertengerechten Inhalt zu fördern.

Februar 1998XML 1.0 unterstützt Interoperabilität und bereichsspezifisches Markup.  XML, das bald zur lingua franca des Web werden sollte, wird bald als Basis für dutzende von Standards dienen, die von digitalen Signaturen (XML-Sig) und Webformularen (XForms) bis hin zu Datenschutztechnologien (P3P) reichen.

August 2000Scalable Vector Graphics (SVG) 1.0 bereichert . Als Sprache zur Beschreibung von zweidimensionalen Grafiken und grafischen Applikationen in XML wird SVG als Basis für mobile Applikationen einer neuen Generation dienen (SVG Mobile Profiles).

Mai 2001XML Schema trägt einen essentiellen Teil dazu bei, dass XML sein volles Potential entfalten kann. Diese wichtige Spezifikation erfüllt das eigentliche Versprechen von XML, indem es einen standardisierten Weg zur Erstellung von XML-Dialekten bietet, der das Mischen von Dialekten erlaubt und eine Möglichkeit bietet, vielseitigere und mächtigere kommerzielle Applikationen zu entwickeln.

Januar 2002W3C startet Web Services Aktivität. Indem sie die XML-Protokoll-Aktivitäten zusammenfasst und erweitern, bieten Web services einen Standardweg zur Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Software-Applikationen, die auf einer Reihe verschiedener Plattformen und/oder Frameworks aufsetzen.

Mai 2003W3C führt eine lizenzkostenfreie Patentpolitik ein. Die W3C Patentpolitik regelt die Handhabung von Patenten im Produktionsprozess von Webstandards und fördert ausdrücklich die Entwicklung von offenen Standards.

Februar 2004RDF und OWL bilden ein tragfähiges Fundament für Semanti-Web-Applikationen. RDF und OWL sind Semantic Web Standards, die einen Rahmen für Anlagenverwaltung und Unternehmensintegration bieten und für Verteilung und Wiederverwendung von Daten im Web. Dementsprechend liefern sie strukturierte Beschreibungen und Web-basierte Ontologien.

März 2004W3C verleiht dem Web eine Stimme mit VoiceXML 2.0. Im gleichen Maße, in dem mobile Geräte immer kleiner werden, kann Stimminteraktion die physikalischen Beschränkungen von Tastaturen und Anzeigen umgehen. Das Ziel von VoiceXML 2.0 ist es, die Vorteile von Web-basierter Entwicklung und Inhaltebeschaffung auf stimmbasierte Applikationen zu übertragen.

Dezember 2004W3C beschreibt die Grundlagen der Webarchitektur. Die Technical Architecture Group (TAG) des W3C veröffentlicht "Architecture of the World Wide Web," eine Beschreibung der Grundlagen, mit denen das Web, das wir kennen, arbeitet, und gut arbeitet. Diese komprimierte Einschätzung von 15 Jahren Beobachtungen über das Web, geschrieben von vielen von jenen, die die zentralen Webstandards entwickelt haben, ist eine wertvolle Basis, auf der sich künftige Web-Standards aufbauen lassen.

Photo: Richard Ishida. Zeitstrahlgrafik: Skymedia

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